Marzahn-Hellersdorf steht vor großen energiepolitischen Herausforderungen. Wie die übrigen Kommunen Deutschlands ist der Bezirk aufgefordert, Energie zu sparen, um die Energiespeicher des Landes aufzufüllen und einen möglichen Energieausfall im Winter zu verhindern. Die Fraktionen von SPD, Linke, Bündnis90/Die Grünen und FDP betonen die Solidarität gegenüber den Menschen, welche besonders stark von den steigenden Energiekosten und einem möglichen Energieausfall betroffen sind und fordern das Bezirksamt auf, niedrigschwellige Beratungsangebote und Informationen zur Unterstützung von Menschen in Not bereitzustellen.
Günther Krug, Vorsitzender der SPD-Fraktion, erklärt: „Die Energiekrise als Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine trifft viele Menschen in unserer Gesellschaft. Sie benötigen dringend Entlastungen. Auf Bundes- und Landesebene sind neue Hilfsprogramme angekündigt. Wir wollen mit der Diskussion in der BVV und in unserer täglichen Arbeit klare Zeichen setzen, dass wir alles unternehmen werden, soziale Härten zu vermeiden und Hilfe denjenigen zukommen zu lassen, die jetzt Hilfe brauchen. Die steigenden Energiekosten bedrohen viele. Das Bezirksamt muss adäquat für den Winter vorbereitet sein. Wir unterstützen die vielen Initiativen, die bereits laufen. Dazu zählen niedrigschwellige Beratungsangebote und die Bereitstellung von umfassenden Informationen. Ein wichtiges Ziel ist, das Abschalten von Strom und Gas sowie die Zwangsräumung von Wohnraum zu verhindern“.
Björn Tielebein, Vorsitzender der Linksfraktion, erklärt: „Steigenden Lebensmittel- und Energiekosten machen vielen Menschen derzeit zu schaffen. Es müssen jetzt wirksame Maßnahme ergriffen werden, um Strom- und Gassperren und Zwangskündigungen von Wohnraum zu verhindern. Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen in Not müssen schnell zu den Betroffenen gelangen. Es muss umgehend Klarheit geschaffen werden, wie die Mittel des Härtefallfonds des Senats bei den Betroffenen steigender Energiekosten – vor allem soziale Einrichtungen und Menschen mit geringem Einkommen – auch tatsächlich ankommen. Es ist Pragmatismus statt Bürokratie gefragt. Wir erwarten vom Bezirksamt, dass die vom Senat bereit gestellten Mittel für Energiesparmaßnahmen schnell genutzt werden. Es gibt in den Gebäuden des Bezirksamtes viel Potential, um den Stromverbrauch der Verwaltung zu senken.“
Nickel von Neumann, Fraktionsvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen, ergänzt: „Es ist wichtig, dass Benachteiligte gezielte Förderung erhalten. Dennoch ist im Blick auf den CO2- Ausstoß Energiesparen immer noch wichtig und nachhaltig.”
Justyna Anna Grecko, Sprecherin für Soziales der FDP-Fraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf, ergänzt: „Die Lieferengpässe und geopolitischen Spannungen führen zum Anstieg der Energiepreise. Die Bürgerinnen und Bürger sind in Sorge, wie sie ihre Familien gut durch den Herbst und Winter bringen. Es darf nicht zu Strom- und Gas-Sperrungen kommen, wenn die Menschen die steigenden Energiepreise nicht begleichen können. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen mit ihren Sorgen nicht allein gelassen werden! Meine Fraktion fordert daher, dass die bezirklichen Stellen rechtzeitig personell aufgestockt werden. Das Jobcenter, das Wohnungsamt und das Sozialamt sind personell und strukturell angemessen aufzustellen. Alle notwendigen Informationen zum Energiesparen sowie zu Hilfe- und Beratungsleistungen sollen den Bürgerinnen und Bürgern zeitnah zur Verfügung gestellt werden. Die Auskunft über den Anspruch von Hilfeleistungen und Angebote zu den Beratungsgesprächen sind transparent zu kommunizieren.“
Verwandte Artikel
Zum Gedenken an Femizide im Bezirk
Gemeinsam mit den Fraktionen der SPD und der Linken hat unsere bündnisgrüne Fraktion im Bezirksparlament einen Antrag zum Gedenken an Femizide in Marzahn-Hellersdorf eingebracht und erfolgreich beschlossen. Hierfür sollen nach Femiziden an Bürgerämtern oder Rathäusern eine Figur oder eine lilafarbene Stele aufgestellt werden und somit Orte des Gedenkens für die Opfer geschaffen werden.
Nach Femiziden geht der Großteil der Bevölkerung schnell wieder zum Alltag über. Mit den Stelen oder Figuren soll das Gedenken und der Kampf gegen die Gewalt an Frauen im Alltag sichtbar werden. Erst im Januar diesen Jahres wurde in Marzahn wieder eine Frau Opfer eines Femizids, als ihr Ex-Partner sie laut Informationen des rbb mit Dutzenden Messerstichen ermordet haben soll.
weiterlesen »
Weiterlesen »
Wir stehen an der Seite der Ukraine
Im März 2022 haben unsere bündnisgrüne Fraktion zusammen mit anderen Fraktionen im Bezirksparlament in einer Resolution den Völkerrechtsbruch von Wladimir Putin aufs Schärfste verurteilt. Wir haben uns damals klar dafür ausgesprochen, dass Demokratie, Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht der Völker nicht verhandelbar sind. Unsere damalige Resolution wollen wir nun – drei Jahre später – nochmal erneuern. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine und sie muss in der Lage sein, sich zu verteidigen.
weiterlesen »
Weiterlesen »
Hundewiese für den Marzahner Norden
Im Marzahner Norden gibt es kaum Flächen, auf denen sich Hunde ohne Leine frei bewegen können und genügend Auslauf erhalten. Viele Anwohnende wünschen sich schon länger mehr ausgewiesene Flächen für ihre Vierbeiner. Damit sich das endlich ändert, hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bezirksparlament einen Antrag gestellt, um eine eingezäunte Hundewiese an der Wuhletalstraße zu errichten.
weiterlesen »
Weiterlesen »