In vielen der jetzt als systemrelevant eingestuften Berufen liegt der Frauenanteil deutlich höher als der der Männer. Und ja, auch wir Bündnisgrünen aus Marzahn-Hellersdorf haben uns in die viel kritisierten Danksagungen eingereiht. Dass damit eigentlich die im wahrsten Sinne des Wortes tragende Rolle der Frauen als selbstverständlich und natürlich bezeichnet wird, stellte auch die Journalistin Nicole Schöndorfer in ihrem Podcast „Darf sie das?“ heraus.
Doch wie können wir dafür sorgen, dass unsere Worte nicht leer bleiben und wir nicht dazu beitragen, Frauen und ihre (unbezahlte) Care-Arbeit als den natürlichen Willen und als Geschenk darzustellen? Care-Arbeit ist hierbei die Gesamtheit an Leistungen von oft Frauen, die in unserer Gesellschaft mit einer Erwartung der Selbstverständlichkeit wahrgenommen werden. Dies betrifft zum Beispiel die Kindererziehung, die Führung des Haushalts, die Pflege von Angehörigen, Aufrechterhaltung von sozialen Beziehungen außerhalb der Partnerschaft, an Geburtstage und Feiertage denken und vieles mehr.
Wir möchten für Gleichstellung zwischen den Geschlechtern sorgen. Wir Bündnisgrünen fordern seit langem immer wieder, dass Arbeitszeit flexibler werden muss und man aus Teilzeit in Vollzeit zurückkehren kann. Auch die bezahlte Care-Arbeit sollte besser entlohnt werden. Wir treten ein für angemessene Arbeitsbedingungen in Pflege- und Erziehungsberufen. Das Ehegattensplitting verschärft eine ungleiche Verteilung der unbezahlten Care-Arbeit; wir wollen es daher ersetzen durch eine gezielte Förderung von Familien mit Kindern. Doch all diese Bausteine sind nur der Anfang auf dem Weg in eine gleichberechtigte Welt. Wir sind noch lange nicht fertig.
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