Viele Menschen in Marzahn-Hellersdorf wollen Cricket spielen. Geflüchtete, die in Marzahn-Hellersdorf wohnen, haben eine Initiative gestartet und gründen einen Cricket-Verein. Sie schlagen vor, ein Cricket-Feld in Hellersdorf zu eröffnen, das dann vom ersten Ost-Berliner Cricket-Verein genutzt wird. Das Feld kann von Profis und von Anfängerinnen und Anfängern gleichermaßen genutzt werden. Es soll ein Projekt werden, bei dem alle mitmachen können.
Kleine Anfrage von Cordula Streich (KA-013/VIII)
Ich frage das Bezirksamt:
1.) Wie bewertet das Bezirksamt die Idee eines Cricket Platzes auf der Freifläche am U-Bahnhof Cottbusser Platz?
Das Bezirksamt steht der Idee, auf dem derzeit unbebauten Bauland südlich des Hellers-dorfer Grabens in Höhe Cottbusser Platz einen Cricket-Platz einzurichten, kritisch gegenüber. Die Begründung der Kleinen Anfrage lässt erkennen, dass die Verfasserin sich vor Einreichung nur bedingt über die Sportart Cricket informiert haben dürfte. Dies verdeutlicht insbesondere die Vision einer Gründung des ersten Ost-Berliner Cricket-Vereins, dessen Feld gleichermaßen von Profis und Anfängerinnen und Anfängern genutzt werden soll.
Folgende Fakten verdeutlichen dies:
– Ein „Ei-förmiges“ Cricket-Feld hat einen Durchmesser von 137 bis 150 m ohne jegliche Nutzflächen wie Zuschauerplätze, Umkleidebereiche u.a. Dies entspricht einem (Netto)-Bedarf von mehr als 20.000 m², annähernd der Größe von drei Fußballfeldern.
Selbst die gesamte Freifläche südlich des Grünzuges am Hellersdorfer Graben bis an die Maxie-Wander-Str. würde aufgrund ihres Zuschnitts nicht diesen Bedarf decken.
Allein deshalb ist der vorgesehene Standort nicht geeignet.– Mittlerweile besteht eine Flächennutzungskonkurrenz zwischen Wohnen, Gewerbenutzung, Grün- und Freiflächen und Flächen für soziale Infrastruktur (Schulen, Kitas, kulturelle Nutzung u.a.), die die Errichtung eines Cricket-Platzes nicht prioritär erscheinen lässt.
Es bleibt zu prüfen, ob im Bezirk eine für die Errichtung eines Cricket-Platzes geeignete Fläche besteht. Aufgrund des Flächenbedarfs und des Zuschnitts der Fläche dürfte dies jedoch schwierig sein.
2.) Wer ist der derzeitige Eigentümer der Freifläche, die zurzeit noch bis Ende 2017 unter anderem für das Kunstprojekt „Mitte in der Pampa“ genutzt wird?
Die dargestellte Fläche, das rd. 8.230 m² große Grundstück Maxie-Wander-Str. 79, befindet sich im Finanzvermögen des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf.3.) Was ist auf der Fläche für danach geplant?
Die Fläche liegt im Geltungsbereich des im Aufstellungsverfahren befindlichen Bebauungsplan 10-55. Dieser sieht die Festsetzung eines allgemeinen Wohngebietes vor. Diese Nutzung ist bereits aufgrund des § 34 BauGB i.S. des Zulässigkeitskriteriums der „Einfügung“ in die nähere, hier wohn- und infrastrukturgeprägte Nutzung allgemein zulässig. Die städtebaulichen Kriterien des ursprünglichen Infrastrukturbands sollen dabei durch eine offene Baustruktur mit geringerer Dichte und Kubatur als die angrenzende Wohnbebauung geprägt werden; eine „grüne Wegeachse“ soll vom U-Bahnhof Cottbusser Platz bis in das östlich angrenzende Siedlungsgebiet führen.
Seit dem Frühjahr 2016 bestehen Überlegungen, in enger Kooperation mit dem Atelierbeauftragten des Landes Berlin auf dieser in Rede stehenden Fläche einen „Kultur-Campus“ zu errichten. Dabei sollen Atelierflächen in Verbindung mit Wohnungen für Künstlerinnen und Künstler entstehen. Mit dieser Nutzung ergibt sich die Möglichkeit, den Bezirk als nachhaltigen Kulturstandort weiter zu entwickeln.
Verwandte Artikel
Zum Gedenken an Femizide im Bezirk
Gemeinsam mit den Fraktionen der SPD und der Linken hat unsere bündnisgrüne Fraktion im Bezirksparlament einen Antrag zum Gedenken an Femizide in Marzahn-Hellersdorf eingebracht und erfolgreich beschlossen. Hierfür sollen nach Femiziden an Bürgerämtern oder Rathäusern eine Figur oder eine lilafarbene Stele aufgestellt werden und somit Orte des Gedenkens für die Opfer geschaffen werden.
Nach Femiziden geht der Großteil der Bevölkerung schnell wieder zum Alltag über. Mit den Stelen oder Figuren soll das Gedenken und der Kampf gegen die Gewalt an Frauen im Alltag sichtbar werden. Erst im Januar diesen Jahres wurde in Marzahn wieder eine Frau Opfer eines Femizids, als ihr Ex-Partner sie laut Informationen des rbb mit Dutzenden Messerstichen ermordet haben soll.
weiterlesen »
Weiterlesen »
Wir stehen an der Seite der Ukraine
Im März 2022 haben unsere bündnisgrüne Fraktion zusammen mit anderen Fraktionen im Bezirksparlament in einer Resolution den Völkerrechtsbruch von Wladimir Putin aufs Schärfste verurteilt. Wir haben uns damals klar dafür ausgesprochen, dass Demokratie, Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht der Völker nicht verhandelbar sind. Unsere damalige Resolution wollen wir nun – drei Jahre später – nochmal erneuern. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine und sie muss in der Lage sein, sich zu verteidigen.
weiterlesen »
Weiterlesen »
Hundewiese für den Marzahner Norden
Im Marzahner Norden gibt es kaum Flächen, auf denen sich Hunde ohne Leine frei bewegen können und genügend Auslauf erhalten. Viele Anwohnende wünschen sich schon länger mehr ausgewiesene Flächen für ihre Vierbeiner. Damit sich das endlich ändert, hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bezirksparlament einen Antrag gestellt, um eine eingezäunte Hundewiese an der Wuhletalstraße zu errichten.
weiterlesen »
Weiterlesen »