Leider ist Homo- und Transphobie noch immer ein Problem, welches in der Gesellschaft sowie anderen Bereichen verbreitet ist, obwohl es keinen Grund dafür gibt!
Homo- und Transphobie beschreibt die Angst vor Homo- und Transsexualität, aber auch die Inakzeptanz und Intoleranz gegenüber Schwulen, Lesben und transsexuellen Menschen. Die Inakzeptanz und Intoleranz wird durch homo- und transphobe Verbalattacken oder auch durch körperliche Gewalt gegenüber Lesben, Schwulen und transsexuellen Menschen deutlich zum Ausdruck gebracht.
Bündnis 90/Die Grünen Marzahn-Hellersdorf zeigt Homo- und Transphobie konsequent die Rote Karte, denn wir treten für die Akzeptanz sexueller Vielfalt ein!
Auch am heutigen Tag, dem internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie machen wir erneut deutlich, dass wir weiterhin gegen Homo- und Transphobie arbeiten werden.
Denn im Bereich der Präventionsarbeit in unserem Bezirk Marzahn-Hellersdorf muss einiges noch deutlich verbessert werden. Daher haben wir BündnisGrüne im Jahr 2010 die Initiative zu einem Bezirksplan gegen Homo- und Transphobie auf den Weg und in die Diskussion gebracht. Denn wir wollten, dass diese Problematik auch im Bezirksamt und der Bezirksverordnetenversammlung [BVV] wieder wahrgenommen und angegangen wird. Es ist uns gelungen einen überfraktionellen Antrag zum Bezirksplan gegen Homo- und Transphobie am 25.November.2010 in der Bezirksverordnetenversammlung beschließen zu lassen. Seit dem ist das Bezirksamt aufgefordert unter Federführung des Ausschusses für Gleichstellung und Menschen mit Behinderung einen Bezirksplan gegen Homo- und Transphobie mit den im Antrag geforderten Maßnahmen zu entwickeln. In diesem Jahr wird der Bezirksplan gegen Homo- und Transphobie von Seiten des Bezirksamtes erwartet.
Nach Vorlage des Bezirksplanes werden wir BündnisGrüne diesen Plan auf den Prüfstand stellen um genau sehen zu können wie die geforderten Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Denn unser Ziel ist es nach wie vor die Präventionsarbeit zu dieser Problematik zu stärken und einen offenen sowie fairen Dialog im Bezirk zu führen mit Vereinen, Stadtteilzentren uvm.
Auch intern befassen wir BündnisGrüne immer wieder mit den Themen: Diversity [Politik der Vielfalt], Gendermainstreaming [Gleichstellung der Geschlechter], Antidiskrimnierungspolitik usw. auseinander um Lösungskonzepte zu entwickeln. Während der Auseinandersetzung mit den genannten Themen werden auch Fragestellungen sowie die Problemstellungen erörtert.
Für Betroffene Menschen von Homo- und Transphobie sowie Diskriminierungen haben wir mit unserem Queerpolitischen Sprecher einen Ansprechpartner, der den Betroffenen Menschen mit Rat und Tat zur Seite steht. Der Queerpolitische Sprecher bemüht sich um die Vernetzung mit Vereinen und Beratungsstellen sowie unseren BündnisGrünen Abgeordneten auf Landesebene. Des weiteren führt unser Queerpolitischer einen offenen und fairen Dialog mit Vereinen und Stadtteilzentren im Bezirk die Angebote für Schwule, Lesben und transsexuelle Menschen bereithalten um Unterstützungsbedarf festzustellen sowie weitere Maßnahmen zu entwickeln.
Wir BündnisGrüne sagen aber auch deutlich, dass Homo- und Transphobie keineswegs Angelegenheit der Betroffenen selbst ist, sondern gesamtgesellschaftlich wie Rassismus und Antisemitismus entgegen getreten werden muss!
Mathias Raudies (Queerpolitischer Sprecher)
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