Alljährlich findet am 25. November der von den Vereinten Nationen deklarierte Internationale Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen statt. Hintergrund für die Entstehung des Aktionstags war die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung von drei Frauen im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo. Seit dem 25. November 1981 wird weltweit durch Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen von Frauenprojekten und Initiativen, aber auch von staatlicher Seite zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen.
Auch in Marzahn-Hellersdorf fanden im Rahmen dieses Gedenktages zahlreiche Aktionen statt. So wurden überall im Bezirk die Fahnen „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ gehisst, eine landesweite Fahnenaktion, die durch Terre des Femmes iniitiert wurde. Des Weiteren wurden am gleichen Tag an drei Standorten im Bezirk die Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ durchgeführt.
Beate Buchwald, Mitglied der bündisgrünen BVV-Fraktion Marzahn-Hellersdorf, Juliane Witt, die Stadträtin für Jugend und Familie, Weiterbildung und Kultur und die BVV-Vorsteherin, Kathrin Bernikas, beteiligten sich an der Brötchenverkaufsaktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ in der Oberfeldstraße und kamen dabei mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Sie wurden dabei unterstützt von den Mitgliedern des Arbeitskreises gegen häusliche Gewalt in Marzahn, den VertreterInnen anderer Fraktionen in der BVV sowie Mitgliedern des Frauenbeirates und FrauenNetzes.
Mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ wurde in einem Backshop eines Supermarktes auf die Aktion aufmerksam gemacht. 500.000 Bäckertüten wurden am 25. November durch Bezirkspolitiker/innen, die Polizei und Mitarbeiterinnen von Beratungs- und Zufluchtseinrichtungen an Bürgerinnen und Bürger verteilt.
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